9.1.2022, 10.00 Uhr,

mitten in Rochlitz mit klopfendem Herzen:

Zu viert machen wir uns auf den Weg, um eine Aufgabe zu erfüllen, die vorher noch keine/r von uns jemals vor sich hatte. Initiiert von der katholischen Pfarrgemeinde, getragen vom katholischen Kindermissionswerk in Deutschland findet die alljährliche Sternsingeraktion statt. Und wir sind dieses Jahr zum ersten Mal dabei! Zwei von uns sind königlich gekleidet, ausgerüstet mit Krone, Mantel, Stern und Sammelbüchse. Es regnet, es ist kalt und trotzdem gehen wir los- und werden schon erwartet!

„Die Sternsinger kommen!“ ruft es uns aus einer Haustür entgegen. Schnell stellen wir uns auf. Der Stern wird geradegerückt, das Liedblatt in die Hand genommen. „Stern über Bethlehem“ singen wir. Dann sprechen Noah und Mia, die Königskinder, einen Segen. Mit Kreide oder mit einem Aufkleber wird dieser Segen für alle sichtbar an der Haustür platziert: 20*C+M+B+22. „Christus segne dieses Haus“ bedeutet die Buchstabenkombination. Noah und Mia erzählen den Hausbewohnern vom Anliegen der Sternsingeraktion: Wir bringen Segen und wollen Segen sein: Es wird Geld gesammelt, um in armen afrikanischen Ländern die Gesundheitsversorgung von Kindern zu unterstützen. Die beiden Kinder sind gut informiert, sie können vom Schicksal eines kleinen Fünfjährigen erzählen, der mit seiner Mama verletzt in ein 30km entferntes Krankenhaus laufen musste. In den Gesichtern der Zuhörer*innen ist Mitgefühl und Verstehen zu erkennen, dann werden Geldbeutel geöffnet und es füllt sich die Spendenbüchse. „Ihr macht das richtig. Wenn wir das hören, geht es uns immer noch gut. Wir können dankbar sein!“ hören wir. Nach einem Abschiedsgruß geht es die Straße entlang weiter durch Schneematsch und Regen zur nächsten Haustür. 

Mit jedem Segen, den wir an diesem Vormittag weitergeben, kehrt Segen zu uns zurück. Es fühlt sich richtig an, gerade jetzt und gerade hier! Es ist ein besonderes Erlebnis. Direkt nach dieser ersten Sternsingerrunde sind wir uns sicher: Das machen wir nächstes Jahr wieder! Es macht Freude mit dem Segen unterwegs zu sein!

Viele Kinder sind in den ersten Tagen des Jahres in den Straßen und Orten zu sehen gewesen. Unzählige Briefe mit Segensaufklebern wurden verschickt, um an den Türen der Wohnungen Segenszeichen sichtbar zu machen. Segen bedeutet Gutes von Gott, das Beste, was man sich wünschen kann! 

So ein Segen ist natürlich auch eine Ermutigung, selbst für andere ein Segen zu sein! Wir vier haben das in zwei Sternsingerstunden ganz deutlich erlebt. Es lohnt sich wirklich, es mal auszuprobieren! Wer Segen weiter gibt, bekommt ihn spürbar zurück – und da sind das Wetter und die persönliche Tagesform gar nicht mehr so wichtig!

Wir wünschen euch Gottes Segen – im Haus und im Herz!

Es grüßen euch herzlich Mia, Noah, Susi und Annett!